Melita Couta

The Wanderer / Journeys

Strand Sint-André Oostduinkerke, Ende der Gillis Scottlaan / Fischereimuseum, Pastoor Schmitzstraat 5
Koksijde-Oostduinkerke 


Ein Faun mit einem goldenen Horn starrt erhobenen Hauptes und mit offenem Mund wie geistesabwesend aufs Meer. Der Faun, eine mythologische Gestalt aus dem alten Griechenland, verbindet sich mittels gewisser Übereinstimmungen mit alten Bräuchen und dem Aberglauben der Fischer mit den Ortsgegebenheiten am Strand von Koksijde. Er starrt hinaus aufs unendliche Meer, das Symbol des ewigen Verweilens, der Sehnsucht. Mit seinem offenen Mund beteiligt er sich am Blasen des Windes und trinkt er den Regen. 
In ihren Journeys sucht die Künstlerin nach Verbindendem und Trennendem zwischen Menschen und Orten, mit dem Ergebnis einer Karte mitsamt Bewohnern. Karten sind für sie nicht nur die Wiedergabe von Landschaftselementen, sondern können ebenso Strukturen ganz anderer Art vermitteln. Hierzu begibt sie sich auf die Suche nach Archivmaterial des Fischereimuseums und kreiert so mit subtilen Collagen aus alten Fotos und Landkarten ein ganz neues Universum, das ihren eigenen zypriotischen Hintergrund mit der reichen Geschichte der Fischerfamilien von Koksijde verflechtet.